Natal'ja A. Aralovec: Gorodskaja sem'ja v Rossii (1927–1959 gg) (rezensiert von Eva Mäder)
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Городская семья в России, 1927-1959 гг.


1926 lebten in der Sowjetunion gut 147 Millionen Menschen. 1939 waren es bereits 170 Millionen, 1959 dann 208 Millionen. Die Zahl städtischer Fami lien wuchs noch schneller, von 3,9 Millionen (1926) auf 8,4 Millionen (1939). Doch wie setzten sich die Personengruppen zusammen, die unter dem admi nistrativen Begriff „Familie“ erfasst wurden? Han delte es sich um Großfamilien dörflichen Typs oder bereits um moderne Kernfamilien, die nur noch aus Eltern und Kinder n bestanden? Wie veränderte sich die Familiengröße während der beschleunigten Ur banisierung und Industrialisierung nach 1929, de s Terror s der dreißiger Jahre und de s Zweiten Welt kriegs?
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Gemeinsam getrennt. Bäuerliche Lebenswelten des späten Zarenreichs in multiethnischen Regionen...
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Viktor Herdt / Dietmar Neutatz (Hg.): Gemeinsam getrennt. Bäuerliche Lebenswelten des späten Zarenreichs in multiethnischen Regionen am Schwarzen Meer und an der Wolga (rezensiert von Gerd Stricker)


Im Fokus dieses Sammelbandes über bäuerliche Lebenswelten in multiethnischen Regionen Russlands am Ende des 19. Jahrhunderts stehen deutsche Kolonisten in ihrer Beziehung zu slawischen und tatarischen Nachbarn: vor allem Wolga- und Schwarzmeerdeutsche. Die Herausgeber weisen darauf hin, dass in der populären, oft aber auch in der Spezialliteratur das Phänomen der sogenannten Russlanddeutschen bisher meist unter dem Aspekt ihrer Andersartigkeit gegenüber den russischen respektive ukrainischen und den tatarischen Nachbarn betrachtet wurde. Die Unterschiede sind unübersehbar – Sprache, Konfession/ Religion, Mentalität, Arbeitsethos usw. Die Privilegien der Deutschen (also eine bessere Rechtslage), ihre fortgeschrittenere ökonomische und soziale Entwicklung sowie ihr besseres Bildungswesen vertieften die ursprünglichen Unterschiede. Die deutschen Siedler fühlten sich ihren Nachbarn gegenüber „überlegen, betrachteten sie als armselig, rückständig und dem Alkohol verfallen, stilisierten sich im Kontrast dazu selbst in der Rolle der ‚Musterlandwirte‘ und betonten stets die Unterschiede, nicht die Gemeinsamkeiten.“

Мельтюхов Михаил - 17 сентября 1939. Советско-польские конфликты 1918-1939
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(rezensiert von Mark Edele)
M. I. Mel’tiukhov’s study of Soviet-Polish relations between 1918 and 1939 is part of the quest to find a usable Russian past under the rubble of Soviet his tory. The argument is framed by a sweeping theory of international relations: In the middle of Eastern Europe, we are told early on, runs a climate border, which prompted the division of the continent into “Western” and “Russian” civilizations.

Дмитрий Олегович Серов: Судебная реформа Петра I. Историко-правовое исследование
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Der Rechtshistoriker Dmitrij Olegovič Serov legt eine auf gedrucktem und handschriftlichem Material beruhende Darstellung über die Umgestaltungen Zar Peters I. auf dem Gebiet des Justizwesens vor. Er datiert die Gerichtsreform auf den Zeitraum von der Einrichtung des Justiz-Kollegiums 1717 bis zur Schaffung des Obersten Gerichts (Vysšij sud) 1723, das bis 1726 existierte. Am Ende des 17. Jahrhunderts hätten in Russland, Serov zufolge, die Missstände im Rechtswesen, etwa die Annahme von Bestechungsgeldern (vzjatki) durch Gerichtspersonen und die Verschleppung von Amtsangelegenheiten (volokita), derart zugenommen, dass eine schwerwiegende Krise eingetreten sei.

Бюрократическая анархия. Статистика и власть при Сталине
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Alain Blum’s and Martine Mespoulet’s study of the Central Statistical Administration, its personnel, work, and relationship to the political leadership as well as other entities within the Soviet administrative apparatus provides a very strong argument for social historians intent at using Soviet population statistics: their quality, the study demonstrates, was rather high despite political pressure and repeated purging of the statisticians. Historians who see such statistics merely as discursive formations which shaped rather than represented social reality misunderstand the way they were produced and underestimate the insti tutional tenacity of professional statistics.

История - в школу: создание первых советских учебников
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Сергей Кудряшов: История - в школу: создание первых советских учебников

Der „Vestnik“ erscheint als Periodikum in der gegebenen Form seit 2006 jährlich und ist jeweils einem wichtigen Geschehen der Sowjetgeschichte gewidmet. Zuvor, seit 1993, war er eine Beilage der Zeit schrift „Istočnik“. Die vorliegende Ausgabe befasst sich mit dem Entstehen der ersten sowjetischen Lehrbücher in den 30er Jahren – primär solcher für Geschichte, aber auch für Geographi

Повседневная жизнь Москвы в сталинскую эпоху. 1930-1940 годы
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Georgij V. Andreevskij: Povsednevnaja žizn' Moskvy v Stalinskuju ėpochu. 1920 – 1930-e gody (rezensiert von Konstantin Kaminskij)

Der populärwissenschaftliche Traditionsverlag „Molodaja Gvardija“ publizierte 2008 die besprocheneMonographie „Povsednevnaja žizn’ Moskvy v stalinskuju ėpochu. 1920-1930-e gody“ bereits in ihrer 2. Auflage zusammen mit dem Folgeband vom selben Autor, der das Alltagsleben Moskaus in den 1930er und 1940er Jahren beschreibt. (Die erste Auflage beider Bücher war 2003 veröffentlicht worden.) 2009 erschien ein weiterer Band über das Alltagsleben in Moskau von Georgij Andreevskij, in dem die Jahrhundertwende behandelt wird. Die Moskau-Reihe Andreevskijs erfreut sich großer Popularität. Auf zahlreichen Internetseiten, auf denen man die Bücher auch kostenlos herunterladen kann, findet man begeisterte Leserbewertungen.

Городская семья в России 1897-1926 гг
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Natal'ja A. Aralovec: Gorodskaja sem'ja v Rossii (1927–1959 gg) (rezensiert von Eva Mäder)
1926 lebten in der Sowjetunion gut 147 Millionen Menschen. 1939 waren es bereits 170 Millionen, 1959 dann 208 Millionen. Die Zahl städtischer Familien wuchs noch schneller, von 3,9 Millionen (1926) auf 8,4 Millionen (1939). Doch wie setzten sich die Personengruppen zusammen, die unter dem administrativen Begriff „Familie“ erfasst wurden? Handelte es sich um Großfamilien dörflichen Typs oder bereits um moderne Kernfamilien, die nur noch aus Eltern und Kindern bestanden? Wie veränderte sich die Familiengröße während der beschleunigten Urbanisierung und Industrialisierung nach 1929, des Terrors der dreißiger Jahre und des Zweiten Weltkriegs?

Дмитрий Джонович Фролов: Советско-финский плен, 1939-1944. По обе стороны колючей проволоки
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Дмитрий Джонович Фролов: Советско-финский плен, 1939-1944. По обе стороны колючей проволоки (rezensiert von Georg Wurzer)

Der wichtigste Eindruck dieses Werkes über die Gefangenschaft von Finnen und Sowjetbürgern während des Winterkrieges 1939/1940 und des Zweiten Weltkrieges, in den Finnland kurz nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion eintrat und 1944 ausschied, ist die fast unglaubliche Detailkenntnis des Autors.

Дмитрий Олегович Серов: Судебная рефрома Петра I. Историко-правовое исследование
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Dmitrij Olegovič Serov: Sudebnaja reforma Petra I. Istoriko-pravovoe issledovanie (rezensiert von Michael Schippan)

Der Rechtshistoriker Dmitrij Olegovič Serov legt eine auf gedrucktem und handschriftlichem Material beruhende Darstellung über die Umgestaltungen Zar Peters I. auf dem Gebiet des Justizwesens vor. Er datiert die Gerichtsreform auf den Zeitraum von der Einrichtung des Justiz-Kollegiums 1717 bis zur Schaffung des Obersten Gerichts (Vysšij sud) 1723, das bis 1726 existierte. Am Ende des 17. Jahrhunderts hätten in Russland, Serov zufolge, die Missstände im Rechtswesen, etwa die Annahme von Bestechungsgeldern (vzjatki) durch Gerichtspersonen und die Verschleppung von Amtsangelegenheiten (volokita), derart zugenommen, dass eine schwerwie gende Krise eingetreten sei. Nur durch die Reformen Peters I. sei diese Krisis überwunden worden.

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