Фёдорова / Петров: Российско-американская компания и изучение Тихоокеанского севера, 1841 –1867 гг.
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Der fünfte und letzte Band der Editionsreihe zur russländischen Expansion und Exploration im Nordpazifik und auf dem nordamerikanischen Kontinent enthält Dokumente aus der Zeit von 1841 bis 1867. Diese Jahreszahlen beschreiben die letzte Phase der einzigen Überseekolonie des Russländischen Imperiums. Dass die Jahre Eckpunkte der Edition bilden, aber keine in Stein gemeißelten Grenzen, ist nur sinnvoll: Die ersten abgedruckten Dokumente stammen aus dem Jahre 1840, als der achte Gouverneur von Russisch-Amerika, Adol’f Karlovič Etolin, seine Arbeit aufnahm. 1841 dann wurden die Privilegien für die Russländisch-Amerikanische Kompanie (RAK) ein zweites Mal für zwanzig Jahre verlängert; im selben Jahr aber wurde Fort Ross, der südlichste Stützpunkt der Kompanie in Kalifornien, wegen mangelnder Rentabilität verkauft. Die Nachklänge russländischer Herrschaft in Alaska, sowohl vor Ort als auch im Imperium selbst, hätten durchaus einen weiteren, sechsten Quellenband gerechtfertigt. Hier endet die Edition zumindest nicht mit dem Paukenschlag von Vertrag und Ratifikation, sondern liefert noch einige wenige Dokumente zu Abwicklung und Rezeption nach.
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Анна В. Белова: "Четыре возраста женщины": Повседневная жизнь русской провинциальной дворянки XVIII-
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Über das Alltagsleben russischer adliger Frauen des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jh. in der Provinz wissen wir bisher wenig. Ziel der Tver’er Historikerin Belova ist es, die „vier Lebensalter“ (Kindheit, Jugend, Erwachsensein und Alter) aus weiblicher Perspektive für den Provinzadel darzustellen. In einer ausführlichen Einleitung geht die Verfasserin auf ihre methodologischen Ansätze ein und zeichnet dabei die allgemeine Entwicklung der Forschung in Deutschland und Russland nach. Hierbei stützt sie sich auf die Gender- und Alltagsgeschichte sowie die historische Anthropologie (S. 16–80), ohne jedoch auf die Geschichtsschreibung zum Adel einzugehen. Auch in den vier darauf folgenden großen Kapiteln zu Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Lebensabend werden anfangs methodologische Probleme behandelt, wodurch Redundanzen mit der Einleitung entstehen. Belova interessieren die weiblichen Perspektiven, Wahrnehmungen und Mentalitäten. Die auf den Tver’er Adel gestützten Beispiele beschränken sich vorwiegend auf drei Familien (Lichačev, Licharev, Manzej), die in den einzelnen Kapiteln verstreut auftauchen, ohne jedoch einen tieferen Einblick in die Geschichte dieser Adelsgeschlechter zu liefern.
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Lebendige Rezensionen – wie geht das?
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Сюзанне Баудиш о проекте:
Rezensionsplattformen im Netz – sogar oder gerade auch zu den Geschichtswissenschaften – sind keine Seltenheit mehr. Und so lag der Flyer von recensio.net, eingesammelt auf einer der letzten Tagungen, schon geraume Zeit auf einem meiner Bücherstapel herum … Erst das vor kurzem gepostete Interview im Blog von Wenke Bönisch mit der Leiterin des DFG-Projektes, Dr. Lilian Landes, gab den Anlass, sich die Sache genauer anzuschaun.

Andrea Orzoff: "Battle for the castle". The myth of Czechoslovakia in Europe, 1914-1948
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Mit der Einwanderung von Slawen, den Vorfahren der tschechischen Bevölkerung
Böhmens und Mährens, im 5. und 6. Jahrhunderts v. Chr., der Errichtung der Prager
Burg als Schutzschild der beiderseits der Moldau niedergelassenen Siedler im 9. Jahrhundert
und der Verleihung des Stadtrechts an die Altstadt (1230) sowie die Kleinseite
als königliche Stadt (1257) unter den Přemysliden sowie der Neustadt unter
Karl IV. (1348) ist der Kern der Prager Innenstadt entstanden. In der Folgezeit sind
in diesen Stadtteilen die zahlreichen berühmten Bauten errichtet worden, die den Stil
der jeweiligen Periode verkörpern (z.B. der gotische St.Veitsdom, das Renaissancepalais
Belvedere, der Barockbau der St. Niklaskirche sowie eine bunte Vielfalt moderner
Architektur (Jugendstil, Kubismus, Funktionalismus).
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Blanka Mouralová (Hg.): Die Prager Universität Karls IV. Von der europäischen Gründung bis zur natio
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Der zu einem günstigen Preis angebotene Band versammelt acht Beiträge einer von
der Herausgeberin in ihrer Funktion als Direktorin des Tschechischen Zentrums in
Berlin initiierten Ringvorlesung von 2006 und ist dem Andenken des Altmeisters der
Ostmitteleuropaforschung Hans Lemberg (1933-2009) gewidmet. Die von Fachleuten
aus Tschechien und Deutschland verfassten Texte wenden sich explizit an ein
breites Publikum, dem die Geschichte der Prager Universität(en) abseits von den bis
in die 1980er Jahre auch in wissenschaftlichen Publikationen noch häufig vorkommenden
nationalistischen und politischen Verzerrungen vorgestellt werden soll.
Darauf verweist bereits im Titel die (nicht ganz unproblematische) Wendung von der
Universität als „europäische Gründung“. Der Zielrichtung entsprechend wurde auf
einen wissenschaftlichen Apparat verzichtet.
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Michael R. Ebner: Ordinary violence in Mussolini's Italy
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Faschismus ist wieder ein Thema. Diese Beobachtung gilt nicht nur für das Universum der informellen faschistischen Internationale, die aus zahlreichen kleinen und großen Bewegungen und Parteien unterschiedlicher Verwandtschaftsgrade bestand, sondern auch und gerade für den Ursprungsfaschismus in Italien, der auf der Forschungsagenda lange keinen prominenten Platz hatte, in den letzten Jahren aber zunehmend häufiger Gegenstand intensiver zeitgeschichtlicher Untersuchungen geworden ist. Die Studie von Michael Ebner über Ordinary Violence in Mussolini's Italy bestätigt diesen Trend - und ragt zugleich aus der Fülle neuerer Forschungen weit heraus. Warum?
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Sergiy Seryakov: The Teaching Staff as the Indicator of Jesuit Education's Qualitative Level on Ukra
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Первая рецензия из Украины.
The determination of the school’s educational quality also depends upon researching the level of the teacher's competence. Such an approach is especially applicable when studying the history of the Jesuit school system, in which the teacher’s figure was the decisive factor which guaranteed an effective training. It is evident in the contents of the school statutes of the Society of Jesus (“Ratio studiorum”). They are a collection of recommendations and directives addressed mainly to teachers of different subjects and urged to help guarantee the realization of an educational ideal.

Interpreting the role of the teachers as an important factor of the Jesuit school’s activity caused anxiety about the appropriate status of the pedagogical staff. The integral part of this process focused upon an intellectual perfection which consisted of successive mastering in rhetoric, philosophy and theology.
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W. Mark Ormrod: Edward III
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What is it about Edward III that makes his political personality so elusive? Is it the fact that Shakespeare’s play about him has sat unrecognised for so long and lies outside the canon? That would certainly help to explain why Edward’s mighty victory at Crécy is less well known than Henry V’s at Agincourt, despite, arguably, being of greater historical importance. Or is it perhaps that the reign is so long and so event-filled as to frustrate the making of broad, over-arching generalisations? Or is it something else again – perhaps the drama of the king’s long, slow, decline into senility and his infatuation with the notorious Alice Perrers, episodes associated with his closing years which have both damaged his reputation and blinded us to his achievements? The case of Henry V’s reign shows how important it is for a ruler’s posthumous reputation to die young and at the height of his powers.

Richard W. Burgess: Chronicles, Consuls, and Coins. Historiography and History in the Later Roman Em
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Burgess' book is a collection of fifteen articles produced over twenty years of intense research activity on the historiography of Late Antiquity. This scholar counts among the greatest specialists in the world for the studies of Chronicles, on which he is also working in a broad systematic project that will appear in the near future in more volumes. [ 1 ] Although the general focus of Burgess' collection are Chronicles, the first part concentrates on historiography and Quellenforschung , exploring especially Eusebius, Jerome and the Kaisergeschichte (essays nr. I-VIII), while the second part collects historical studies (essays nr. IX-XV), and two of the contributions include numismatics. Ten final pages of supplementary notes related to all the articles of the volume amend little inaccuracies and partially update the on-going scholarly discussions on the subjects. Despite the fact that the very specific philological investigations make some sections of this book extremely technical, the contributions are very well connected and even a non-specialist has the possibility to find the file rouge of this collection and to benefit from Burgess' study of the documents.
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Werner D. Lippert: The economic diplomacy of Ostpolitik. Origins of NATO's energy dilemma
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Für Werner Lippert gibt es einen auf den Tag datierbaren „Wendepunkt in den Ost-West-
Beziehungen“, der für die verbleibende Dauer des Ost-West-Konflikts „und darüber hinaus“ relevant
geblieben sei (S. XI). Es handelt sich um den 1. Februar 1970, als in Essen ein Abkommen unterzeichnet
wurde, das alles in den Schatten stellte, was bisher im Ost-West-Geschäft bekannt gewesen war.
Vertragspartner waren die Firmen Mannesmann AG und Thyssen Röhrenwerke AG, die Großröhren
für eine Gaspipeline von der Sowjetunion in den Westen lieferten, ein Konsortium von 17 westdeutschen
Banken unter der Führung der Deutschen Bank, das für zinsgünstige Kredite sorgte, und das
Staatshandelsland Sowjetunion, das Erdgas für die energiehungrige und -abhängige Bundesrepublik
bereitstellte. Ebenfalls involviert war die gerade ins Amt gekommene sozial-liberale Bundesregierung,
die einen Teil des Kredits in Form einer Bundesbürgschaft absicherte. Epochal nennt Lippert dieses
Abkommen, weil es erstens nur im politischen Kontext der Ostpolitik zu verstehen sei und zweitens
einen sich auftuenden Riss im westlichen Bündnis erkennen ließ, der schließlich eine stringente Energiepolitik
des Westens behinderte und das nach sich zog, was Lippert „NATO’s Energy Dilemma“
nennt. Natürlich habe die sowjetische Westpolitik stets nach dem Prinzip des „divide et impera“ gehandelt.
„Ultimately, though, it was the differing concepts regarding the nature of the transatlantic
alliance and the divergent foreign policy interests vis-à-vis the Soviet Union that opened a rift in the
alliance and cemented NATO’s energy dilemma”
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